Jugendkonzept

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TV 1897 Einhausen e.V. / Tvgg Lorsch 1871 e.V.

Abteilungen Handball

 

1. Einleitung
 

Ziel der JSG/Einhausen ist es, Kinder und Jugendliche sportlich auszubilden und ihnen auch zwischenmenschliche Werte eines Mannschaftssports zu vermitteln.

Die Grundkonzeption der Jugendarbeit besteht darin, möglichst viele Kinder und Jugendliche an den Handballsport heranzuführen, sie zu binden und ihnen eine sinnvolle sportliche Betätigung anzubieten.

Die JSG/Einhausen sieht ihre Nachwuchsarbeit als zukunftsorientiertes
Handeln, mit dem Ziel auch im Aktivenbereich, mit einer möglichst hohen Anzahl an Eigengewächsen, weiter erfolgreich Handball zu spielen.

Um das zu realisieren, bedarf es einer stetig konsequent geführten Jugendarbeit, deren Ziele und Umsetzung in diesem Jugendkonzept definiert werden.

 

 

2. Zukunftsorientierte Vereinsentwicklung

 

  • Mannschaftssportarten sind keine Selbstläufer mehr
  • Angebote an Freizeitmöglichkeiten sind sehr umfangreich und wachsen weiter
  • Kinder versuchen sich in vielen Sportarten, finden aber keine feste Bindung
  • Internet und Fernsehen nehmen bei vielen Kindern einen hohen Stellenwert ein
  • Durch gestiegenen Leistungsdruck in der Gesellschaft besteht die Gefahr des Missbrauchs von Suchtmitteln

Um den Kindern und Jugendlichen den Spaß am Sport auch in Zukunft erhalten zu können, ist es nötig, sich durch qualifiziertes und systematisches Schulen der handballerischen Fähigkeiten, Spielintelligenz, Athletik, kurz der sportlichen und soziale Aspekte, einen Vorteil gegenüber den neuen Trendsportarten und anderen Sportarten zu verschaffen und zu erhalten.

Interessante Modesportarten, wie Slacklining, Skateboard fahren usw. sind bei weitem kein Ersatz für eine Mannschaftssportart, wie Handball.

Denn wir vermitteln auch Werte wie Teamgeist, Zusammenhalt, Gemeinschaftssinn und Toleranz. Oft bilden sich auch neue Kontakte und Freundschaften, was den Mannschaftssport besonders wertvoll macht.

 

 

3. Ziele der Jugendarbeit

 

  • Kinder und Jugendliche für den Handball zu gewinnen und zu halten
  • Zielgerichtete Jugendarbeit, denn Kinder und Jugendliche sollen sich im Verein wohl fühlen
  • Ausbau des sportlichen Niveaus der Mannschaften
  • Durchgängige Besetzung aller Jugendmannschaften
  • Aufnahme sozialer Gesichtspunkte in die Jugendarbeit
  • Ausrichtung der Jugendarbeit nach der DHB Rahmenkozeption, welche sich an alle Altersklassen im männlichen und weiblichen Bereich richtet.
  • Suchtprävention nach BZgA

Um in Zukunft in einem leistungsorientierten System zu bestehen, ist es wichtig, dass alle Jugendtrainer das DHB Rahmenkonzept als zwingende Basis für ihr Training sehen. Wenn alle Jugendtrainer sich an diesem ganzheitlichen Konzept orientieren und die Ausbildung der Kinder/ Jugendlichen zu teamfähigen Allroundern im Vordergrund steht, wird eine Trainingsgestaltung erreicht, die wie ein Zahnradsystem ineinander greift und aufeinander aufbaut.

Das bedeutet den Verzicht auf ausschließlich ergebnisorientierte  Jugendarbeit. Vielmehr ist ein entwicklungsorientierter, ganzheitlicher Trainingsaufbau unverzichtbar. Wir bilden unsere Kinder/ Jugendliche optimal nach ihrem biologischen Alter aus. Ausprobieren, experimentieren und Fehler machen darf jeder. Denn nur dadurch lernt man spontan und kreativ zu werden und zu spielen.

 

Wir möchten leistungsorientierten Handball betreiben, ohne dabei die ganzheitliche Ausbildung und die sozialen Aspekte der Vereinsarbeit zu vernachlässigen.

 

4. Soziale Ziele – Stark werden im Verein

 

Die JSG/Einhausen möchte auch im sozialen Bereich einen Beitrag leisten, Kinder stark zu machen. Das erreichen wir unter anderem damit, dass wir die Möglichkeit bieten, Freundschaften zu bilden und zu festigen, Zusammengehörigkeitsgefühl zu entwickeln, Verantwortung zu über- nehmen, sich im Lösen von Konflikten zu üben und Selbstvertrauen zu gewinnen. Wir klären selbstverständlich über die negativen Einflüsse von Suchtmitteln, wie Tabak, Alkohol und Drogen im Sport auf.

Wir legen unter anderem Wert auf:

  • Hilfsbereitschaft
  • Rücksichtname
  • Teamfähigkeit
  • Vermittlung von Erlebniserfahrung
  • Förderung einer zielorientierten Denkweise

Das Erreichen dieser sozialen Ziele hängt vom Engagement und dem Verhalten der Jugendtrainer ab. Die Jugendtrainer müssen sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein und sollten sich als Helfer der Kinder und Jugendlichen sehen.

 

 

5. Sportliche Aspekte und Ziele

 

Der sportliche Bereich hat natürlich den größten Stellenwert.

Ziel des neuen Konzeptes, muss es sein, komplette Spieler auszubilden.

Dazu bedarf es einer langfristigen, intensiven und entwicklungsorientierten Ausbildung. Der größte Erfolg für uns ist es, wenn wir es schaffen, dass Jugendspieler alle Jugendmannschaften durchlaufen und dann in den Aktivenbereich übernommen werden können. Bis dorthin ist es ein weiter Weg. Angefangen bei den kleinsten, mit reinem Spaß am Spiel mit dem Ball, bis hin zu den großen, gut ausgebildeten leistungsstarken Spielern auf hohem Niveau. Das erreichen wir durch die Umsetzung des Trainingskonzepts in Anlehnung an das DHB Rahmenkonzept:

  • Angebot ausreichender Trainingszeiten
  • Übergreifendes Torwarttraining
  • Regelmäßiger Spielbetrieb der einzelnen Mannschaften
  • Gestaltung der Trainingsinhalte nach Alter und persönlichen Fortschritt
  • Zielorientierte, übergreifende und kooperative Zusammenarbeit der Jugendtrainer, auch über Mannschaftsgrenzen hinweg
  • Heranführen und Integration der Jugendspieler an die Seniorenmannschaft
  • Optimale Ausstattung an Trainingshilfen
  • Kooperation mit Eltern, Schulen und Kindergärten
  • Integration der Jugend in das soziale Vereinsleben

Eine enge Zusammenarbeit mit der Grundschule Einhausen sowie den örtlichen Kindergärten soll in Zukunft realisiert werden. Durch die Arbeit an Schule und Kindergärten soll den Kindern der Handballsport näher gebracht werden.

 

 

6. Handballspezifische Ausbildung

 

Allen bei der JSG/Einhausen aktiven Jugendtrainern möchten wir vor Augen führen, dass sie eine Aufgabe übernommen haben, die spannender als jede Erwachsenenmannschaft ist, denn bei jeder Jugendmannschaft sieht man mehr Fortschritte, als ein Aktiventrainer bei seiner Mannschaft je sehen wird. Diesen Aspekt sollten wir auch zukünftigen, potentiellen neuen Trainern/ Betreuern vor Augen führen. Natürlich stellt sich jedem Jugendtrainer die Frage:

  • Wie trainiere ich richtig?
  • Welche Schwerpunkte muss ich in den jeweiligen Altersstufen setzen?
  • Wie kann ich Kindern und Jugendlichen langfristig Freude am Handballspiel vermitteln?

 

  • Kinder- und Jugendtraining darf keine Kopie des Erwachsenentrainings sein, da im Jugendalter ganz andere Schwerpunkte eine Rolle spielen. 
  • Ein Handballexperte ist nicht automatisch ein guter Jugendtrainer! 
  • Um den Anforderungen eines modernen Trainings jederzeit gerecht zu werden, unterstützen wir unsere Jugendtrainer und legen großen Wert auf regelmäßige Weiterbildung.

 

Das Kinder- und Jugendtraining soll motivierend gestaltet werden, da schon in diesem Alter die Basis für eine langfristige Bindung der Kinder und Jugendlichen an den Handballsport geschaffen wird. Dabei ist

zunächst beim Kindertraining auf einen hohen spielerischen Anteil zu achten, der nicht unbedingt handballspezifisch sein muss. Wichtig dabei sollte nur sein, dass die Grundtechniken des Werfens, Prellens, Fangens und Passens in diesen Spielformen geübt und angewendet werden, beispielsweise durch Abwandlungen des Handballspiels (Völkerball, Parteiball, Ball treiben etc.). Schon durch Abwandlung verschiedener Regeln entsteht ein völlig anderes Spiel (ohne Prellen, Angabe der Passform – z.B. indirekte Pässe, Zunahme von neutralen Spielern etc.) mit dem zusätzlichen Vorteil, die Kinder auch geistig beim Spiel zu fordern! Elementare Fähigkeiten und Fertigkeiten können im Jugendalter aufgrund besonders empfäng-licher Lernphasen der Kinder (sensible Phasen, bis zu einem Alter von 12 Jahren) so gut gelernt werden, wie nie mehr im Leben. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auch auf die Beweglichkeit geworfen werden, die in optimalem Maße in jungem Alter trainiert werden kann. Dehnen beugt Verletzungen vor und stimmt den Körper in der Aufwärmphase für die kommende Belastung ein. Die Kinder jeder Altersstufe müssen die Notwendigkeit der ungeliebten Gymnastik kennen und als dazugehörigen Teil ansehen lernen.

 

Folgende Prinzipien sind in jedem Altersbereich zu beachten:

  • Ballorientierte Deckung
  • Jedem Spieler eine gute Grundausbildung auf jeder Position verschaffen
  • Koordination gehört in jedes Training
  • Chance auf individuelle Entwicklung
  • Stärkung des Zusammenspiels im Team

 

 

Trainingsinhalte

Abwehr

Angriff

F-Jugend

Einfache Spielregeln

Reaktionsfähigkeit fördern

Gleichgewicht und Beweglichkeit fördern

Koordination fördern

Kaum handballspezifische Aufgaben

Wenig üben, viel spielen

Manndeckung

Kinder wollen den Ball

Nicht in ein Schema pressen

Nicht defensiv

Alle spielen lassen

E-Jugend

Schlagwürfe, Laufwürfe, Sprungwürfe

Einfache Täuschungen

Pass und Lauftäuschungen

1:1 Situationen mit und ohne Ball

Manndeckung offensiv, spätestens ab der Mittellinie

 

Nicht positionsspezifisch einsetzen

Jeder spielt überall

Keine Spielzüge

D-Jugend

Schnellkraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Kondition

Täuschungen

Sicheres prellen, passen, werfen, fangen

Disziplin im Training

Vertiefung der Regelkenntnisse

Tempogegenstöße

Manndeckung

Einführung der 1:5 Deckung

Doppelpässe

Sperren

Stoßen

Gegenstoßbereitschaft

C-Jugend

Schnelligkeit, Beweglichkeit,

Kraftausdauer, Langzeitausdauer

Sprungwürfe von allen Positionen

Ballsicherheit, Passhärte

Stoßen, Parallelstoßen

Passtäuschung, Lauftäuschung

Schnelle Mitte

 

1:5 Deckung

3:3 Deckung

eingestreut immer wieder Manndeckung

individuelle Abwehrtechniken

Doppeln

Blocken

Überzahlsituationen

Am Ballort schaffen

Einlaufen

Sperren mit und ohne

Absetzen

Doppelpässe

Wechsel

Stoßbewegung

Gegenstoß

1. Welle

Beginn 2. Welle

B-Jugend

Schnellkraft

Ausdauer

Wurfvarianten festlegen

Sprungwurfvariationen

Täuschungen festigen und beschleunigen

Ballsicherheit

3:3 Deckung

3:2:1 Deckung

immer wieder Manndeckung einstreuen

Gegenstoß

1. Welle

2. Welle

Positionswechsel

Einläufer von außen

Auflösen von verschiedenen Positionen

Sperre mit Absetzen

Dynamik

A-Jugend

Schnellkraft

Ausdauer

Maximalkraft

Varianten aller Würfe

Täuschungen

Ablauf aller Varianten unter Stress

Ballsicherheit

 

3:3 Deckung

3:2:1 Deckung

6:0 Deckung

Manndeckung einstreuen

Gegenstoß
1. Welle
2. Welle

Gegenstoßkonzept

Auflösen

Einlaufen

Spielzüge

Dynamik erhöhen

 

Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die Umsetzung des Trainings nach der DHB Rahmenkonzeption.

Der Vereinsvorstand und die Jugendleitung stehen unseren Jugendtrainern jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite.

 

 

7. Kommunikation/ Kooperation

 

Für den Verein ist es wichtig, dass es eine Zusammenarbeit der Männermannschaft mit den Jugendmannschaften gibt.

Dadurch wird das Vereinsgefühl gestärkt, so das Kinder und Jugendliche früh in den Verein integriert und an ihn gebunden werden können.

Es wird in Zukunft angedacht, Patenschaften aktiver Spieler mit Jugendmannschaften einzugehen. Spieler der Männermannschaft sollen sich in den Trainingsbetrieb der Jugendmannschaften einbringen und zu Spielen oder Freizeiten erscheinen. In der A Jugend findet die Kooperation insofern  statt, dass die Spieler bereits in den Trainings- und Spielbetrieb der aktiven Mannschaft eingebunden und so Schritt für Schritt an den Seniorenbereich herangeführt werden.

 

 

8. Zukunftsgedanken

 

Wir wollen Kinder und Jugendliche altersgerecht fördern und zu guten Handballern ausbilden. Grundlage hierfür ist der gesamte Jugendbereich, insbesondere in der F- und E-Jugend.

 

Wir haben einen Traum: Man kommt in die Halle und die Halle ist voll.

 

Wir besetzen problemlos alle Jugendmannschaften mit genügend Spielern, spielen in den höchsten Klassen und unsere Aktiven, die aus vielen Eigengewächsen bestehen, zeigen anderen Mannschaften, was guter Handballsport ist.

 

Das muss kein Traum bleiben!
 

Durch eine gute, kontinuierliche Jugendarbeit, die richtige Darstellung des Vereins und der Vereinsziele nach außen, sowie die effektive Zusammenarbeit der gesamten Abteilung, können wir diesen Traum gemeinsam verwirklichen. Natürlich ist eine gute und effektive Jugendarbeit auch mit Kosten verbunden. Um diese zu entschärfen und eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit zu garantieren, sollte ein Sponsorenkonzept geschaffen werden. Potentiellen Sponsoren soll darin aufgezeigt werden, warum es wichtig ist, in die Jugend der JSG/Einhausen zu investieren.

Des weitern sollte darüber nachgedacht werden, die Homepage interessanter und aktueller zu gestalten und Sponsorenlinks zu setzen.

So wird Sponsoren die Möglichkeit gegeben, sich auch über unseren Internetauftritt zu präsentieren.

 

 

 

Quellen: DHB, Internet



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